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Die großen Trends im Zutrittskontrollmarkt

12/05/2012

In den Ländern, in denen Locken präsent ist, zeichnet sich eine relativ einheitliche Tendenz ab: Unsere kundennah tätigen Experten beobachten eine klare Präferenz für elektronische Zutrittsmanagement und -kontrollsysteme. Die Kunden wenden sich traditionellen mechanischen Systemen ab.

Wachsendes Interesse für integrierte elektronische Lösungen
Der Trend in Richtung elektronische Lösungen erklärt sich durch die verstärkte Verschmelzung von zwei Erfordernissen, die bislang oft getrennt waren: physische Sicherheit einerseits und Zutrittsmanagement und -kontrolle andererseits. Diese beiden Bedürfnisse machen integrierte Lösungen erforderlich, die die Vorteile der Elektronik in Sachen Flexibilität und Rückverfolgbarkeit und die Vorzüge mechanischer Systeme – geringe Verwaltungskosten, Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit – miteinander verbinden. 
 
Unterschiedliche Technologien für unterschiedliche Problematiken
Abgesehen von dieser allgemeinen Tendenz kann man entsprechend den Sektoren und den Tätigkeitsfeldern Nuancen anbringen: Ämter und Behörden, insbesondere Einwanderungs- und Grenzkontrollbehörden, interessieren sich vor allem für biometrische Identifikationslösungen. Banken und große Unternehmen mit einem einzigen Standort nutzen die RFID als eine Technologie, die es ihnen ermöglicht, den physischen und den logischen Zugang miteinander zu verbinden. Der Sektor der Utilities, also Strom, Gas, Telekommunikation, Wasserverteilung usw., bevorzugt im Allgemeinen „Schlüssellösungen“, die für dezentralisierte Anwendungen zuverlässiger und besser geeignet sind als Karten oder biometrische Anwendungen. Diese Sektoren interessieren sich demzufolge vor allem für elektronische Schlüssel.
Abgesehen von der noch sehr begrenzten Zahl von Anwendungen in einem einzigen Bereich, dem Hotelgewerbe, befindet sich die NFC (Near Field Communication)-Technologie für die Zutrittskontrolle trotz ihres enormen Potentials in einer Sackgasse. Die mangelnde Abstimmung zwischen den Hauptakteuren macht diese interessante Technologie zu einer simplen Alternative zu den üblichen Zahlungsmitteln. 
 
Geografische und kulturelle Unterschiede
Rein geografisch gesehen sind Keyless-Schließ- und Kontrollvorrichtungen eher in Nord- und Mitteleuropa beliebt, während die Mittelmeerländer mit Ausnahme von Spanien mechanische Lösungen vorziehen: In diesen Ländern herrscht der traditionelle Schlüssel noch immer vor. In Frankreich und in Großbritannien findet man die eifrigsten Verfechter von Lösungen, die physische Sicherheit und ICT  miteinander verbinden.
 
Die Rentabilität als neues Entscheidungskriterium
Schließlich fällt auch auf, dass sich das Kriterium des Return on Investment (ROI) bei der Entscheidung für eine Zutrittskontrolllösung durchsetzt. Das traditionelle Kriterium des „Anschaffungspreises“ verliert in allen Sektoren und Ländern an Bedeutung. Die traditionelle Wahrnehmung der Sicherheit als ein Kostenfaktor, den man aufgrund der Tätigkeit des Unternehmens nun einmal in Kauf nehmen muss, gilt inzwischen als überholt: Die Sicherheit wird eher zu einer Investition, einem Vorteil, einem zusätzlichen Wachstumsfaktor, um globale Zielsetzungen besser zu erreichen.